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« zurück Haarausfall (Effluvium capillorum)Tag für Tag verlieren wir ungefähr 60-100 Haare. Das ist keineswegs ein Grund zur Panik, sondern völlig normal. Immerhin haben wir 100.000 - 150.000 Haare auf dem Kopf und ständig wachsen wieder welche nach.Wenn jedoch plötzlich über einen längeren Zeitraum ungewöhnlich viele Haare in der Bürste landen, spricht man von einem krankhaften Haarausfall. Die Ursachen für Haarausfall sind zahlreich. Meistens steckt jedoch eine Mangelerscheinung dahinter verborgen. Die häufigsten Ursachen für Haarausfall sind Eisenmangel, Jodmangel und/oder Siliziummangel. Eisenmangel spielt in der Runde der genannten Möglichkeiten die größte Rolle beim Haarausfall. Besonders Frauen sind häufig hiervon betroffen. Eisenmangel entsteht durch falsche Ernährung oder durch einen größeren Blutverlust, das heißt Frauen sind besonders während ihrer Periode noch anfälliger für ein Absinken des Eisenspiegels im Blut. Nebenbei gibt es auch noch eine Reihe von regelrechten Eisenräubern, die nicht nur größere Eisenverluste verursachen, sondern auch noch gleichzeitig die Aufnahme von neu zugeführtem Eisen behindern. Dazu zählen die sogenannten künstlichen Verdickungsmittel (Cremigmacher),die in vielen industriell hergestellten Nahrungsmitteln zu finden sind: Alginat, Guarkernmehl, Agar-Agar, Johannisbrotkernmehl, etc. - zu finden in Instantsuppen, Fertigsaucen, Puddingpulver, etc. ... Auch die bekannten Schmerzmittel ASS (Acetylsalicylsäure) und Indometacin können zu größeren Eisenverlusten führen - ebenso wie Antazida (Mittel zur Neutralisierung der Magensäure bei Sodbrennen). Leistungssportler verbrauchen im übrigen häufig besonders viel Eisen. Als besonders gute Eisenquellen gelten rotes Fleisch, Geflügel, Fisch und andere Meeresfrüchte. Eine ausführlichere Auflistung weiterer eisenhaltiger Speisen findest du hier: Eisen. Jodmangel kann ebenfalls verantwortlich sein für einen länger anhaltenden Haarausfall. Schwangere haben im übrigen einen erhöhten Jodbedarf und sollten daher regelmäßig Fisch essen oder ihre Speisen mit jodreichem Seespargel würzen. Seespargel erhält man in der Apotheke unter dem lateinischen Namen Salicornia. Siliziummangel, der zu Haarausfall führen kann, wird meist durch eine starke psychische Belastung ausgelöst. Nun sollte man aber keineswegs sogleich wahllos zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen, denn eine zu hohe Dosis kann ebenso schädlich für den Körper sein wie eine Unterversorgung. Besser ist es, den Vitamin- oder Mineralstoffmangel auf natürlichem Wege in den Griff zu bekommen. Beim Verzehr natürlicher Lebensmittel ist eine Überdosierung einzelner Nährstoffe nämlich so gut wie unmöglich.
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