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Mariendistel
Mariendistel zählt zur Pflanzen-Familie der Korbblütler (Asteraceae)
Botanischer Name für Mariendistel » Silybum marianum Botanisches Synonym: Carduus marianus
Der Legende nach sind die weißen Adern auf den Blättern der Mariendistel durch die Milch der Jungfrau Maria entstanden, die an den Blättern herunter gelaufen ist. Bei uns trägt die Pflanze daher den Namen Mariendistel. Doch auch der englische Name spielt auf die besagte Milch an ... dort heißt die Mariendistel nämlich "Milk thistle" (Milchdistel).
Außerdem ist die Mariendistel im Zusammenhang mit der Milch-Interpretation ein hervorragendes Beispiel für die durch Paracelsus gegründete mittelalterliche Signaturenlehre, welche besagt, dass das äußere Erscheinungsbild einer Pflanze darauf hinweist, welche Leiden mit ihrer Hilfe geheilt werden können. Die Mariendistel wird nämlich traditionell erfolgreich zur Anregung des Milchflusses bei stillenden Müttern eingesetzt.

Die Mariendistel stillt Blutungen
lässt Kälteschwellungen verschwinden,
bringt Erleichterung bei Zahnweh ...
und man glaubt, dass sie Schlangen vertreibe.
(John Gerard | 1597)
Besonderen Ruhm erlangte die Mariendistel jedoch bereits vor vielen Jahrhunderten als DAS Leber-Heilmittel schlechthin. Die bemerkenswerten Fähigkeiten der Mariendistel, die Leber vor Akohol-Schäden, Verfettung oder anderen Vergiftungen zu schützen oder die geschädigte Leber zu regenerieren, konnten inzwischen auch wissenschaftlich nachgewiesen werden. Hauptverantwortlich für diese Leberschutzwirkung ist das Flavonol Silymarin in der Mariendistel. Selbst schwerwiegende Leberschäden, z.B. verursacht durch Tetrachlorkohlenstoffe oder durch Knollenblätterpilze, können vermieden werden, wenn vorbeugend oder bis 48 Stunden nach der Vergiftung Silymarin eingenommen wird.
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| Andere volkstümliche Namen für Mariendistel | | Christi Krone · Fieberdistel · Frauendistel · Heilandsdistel · Marienkörner · Stechkörner |
Wo Mariendistel wächst und gedeiht (Standort und Verbreitung): Die Mariendistel kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, ist heute aber fast in ganz Europa verbreitet. Du findest sie wild wachsend an Wegrändern oder auf Ödland, aber auch als Zierpflanze im Garten. Die Mariendistel liebt sonnige Plätzchen und vermehrt sich ganz von selbst.
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 | Mariendistel blüht in den Monaten (Blütezeit): |
          
 | Mariendistel wird in den folgenden Monaten gesammelt (Erntezeit): |
          
Die Mariendistel ist eine der schönsten und größten Disteln. Du kannst sie sehr leicht an ihren großen, grünweiß marmorierten Blättern erkennen, die rundherum mit kleinen Dornen versehen sind. Die Stängel der Mariendistel sind leicht behaart. Obendrauf sitzt jeweils ein einzelnes Blütenkörbchen, das sich pupurrot färbt und kugelförmig ist. Aus dem befruchteten Blütenstand entwickeln sich dann später hartschaltige Früchte mit einem seidigen Pappus (Haarkrone aus weißlichen Borsten), der bald abgeworfen wird. Wenn der Pappus abgeworfen ist, kannst du die Köpfchen mit dem schwarzen Samen ernten. Die Samen legst du dann an einem geschützten Platz, wo sie gründlich trocknen können, damit du sie später für therapeutische Zwecke nutzen kannst.
| Mariendistel hilft bei folgenden Krankheiten und Beschwerden: |
» Beingeschwüre - Offene Beine (Ulcus cruris)
» Cholesterinspiegel-Erhöhung
» Depressionen, Melancholie, Verstimmungen, Schwermut
» Gallenblasenentzündung (Cholezystitis)
» Gelbsucht
» Ischias-Schmerzen
» Kater
» Krampfadern
» Leber-Erkrankung mit Zerstörung der Leberzellen (Leberzirrhose)
» Leberbeschwerden, Leberleiden
» Leberentzündung (Hepatitis)
» Muskelkater, Muskelschmerzen
» Muttermilch-Mangel, Schwache Muttermilchbildung
» Regelschmerzen, Menstruationsbeschwerden (Prämenstruelles Syndrom - PMS)
» Rheuma
» Verstopfung (Obstipation)
Hebammen-Tipp:
Mariendistel fördert den Milchfluss bei stillenden Müttern. Besonders geeignet sind hier die frischen Blätter der Mariendistel. Du kannst sie zubereiten und essen wie Spinat oder aber zu einem Tee verarbeiten, der auch noch obendrein die Verdauung anregt.
Therapeutische Eigenschaften:
blähungstreibend, entblähend, windtreibend (karminativ) ·
entgiftend ·
entzündungshemmend (antiphlogistisch) ·
fiebersenkend (antipyretisch) ·
galletreibend, gallentreibend ·
harntreibend, entwässernd, nierenanregend (diuretisch) ·
krampflösend (antispadmodisch) ·
leberstärkend ·
stärkend, kräftigend, vitalisierend (tonisierend) ·
verdauungsfördernd
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 Mariendistel - ACHTUNG beim Verzehr !!! Zubereitungen der Mariendistel müssen über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, um in den Genuss ihrer Wirkungskraft zu kommen. Nebenwirkungen oder Unversträglichkeiten sind selbst bei einer längeren Einnahmezeit nicht bekannt.
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| Mariendistel-Rezepte für Gesundheit und Wohlbefinden: | Die Blütenköpfchen der Mariendistel kann man (bevor sich die Blüten öffnen) zubereiten und essen wie Artischocken. Sie regen die Leber und die Verdauung an. Besonders nach den langen Wintermonaten, in denen es früher kein frisches Gemüse zu essen gab, waren diese gekochten Blütenköpfchen ein wertvolles Frühjahrstonikum.
Zu Thearpiezwecken lassen sich die Samen der Mariendistel, die Blüten als auch die Blätter verwenden. Die stärkste Wirkung haben jedoch die Samen!
Zubereitung von Mariendistel-Tee:
» 1 Teelöffel Mariendistel-Samen
» 1 Tasse kochendes Wasser (ca. 150 ml)
» 10 Minuten ziehen lassen
» durch ein Teesieb schütten
1 Tasse täglich trinken
Zubereitung einer Mariendistel-Tinktur:
» 200 Gramm Mariendistel-Samen
» 1 Liter Alkohol (ideal ist 35-40%iger Wodka)
» Mariendistel-Samen in ein Glas einfüllen
» Samen vollständig mit dem Alkohol bedecken
» Glas verschließen und 1-2 Minuten schütteln
» 10-14 Tage kühl und dunkel stellen
» Das Glas alle 1-2 Tage schütteln
» Kräuter-Mischung durch eine Saft- oder Weinpresse giessen
» Preßrückstände wegwerfen
» Tinktur in eine dunkle Glasflasche füllen
» gut zuschrauben oder verkorken
» Beschriftung nicht vergessen ;-) ...
» die Tinktur hält sich kühl gelagert ca. 2 Jahre ...
20-50 Tropfen Tinktur - idealerweise in Kombination mit einer Tasse Pfefferminztee
bei akuten Leber- und Gallenbeschwerden oder um die Verdauung anzuregen.
Zur Vorbeugung von Gallensteinen oder Lebererkrankungen kannst du bis zu 5 ml der Tinktur täglich mit Wasser einnehmen.
pulversisierter Mariendistel-Samen:
» eignet sich zum Bestreuen offener Beine
» gegen Kater oder zur Kater-Vorbeugung 1-2 x 200 Gramm in einer Kapsel einnehmen
Hinweis zu den Rezepten: Bei den Rezeptvorschlägen handelt es sich zum größten Teil um altbewährte Hausmittel, die in vielen Büchern zum Thema Pflanzenheilkunde nachzulesen sind. Den Behandlungserfolg kann dir jedoch weder der Autor des jeweiligen Buches noch die Inhaberin dieser Website garantieren. Die Verantwortung für den Erfolg oder Misserfolg einer Selbstbehandlung liegt ganz allein bei dir. Einen guten Ratschlag findest du jedoch in allen diesen Büchern und auch von mir bekommst du ihn:
Wenn du unter einer ernsthaften Krankheit leidest oder nicht so genau weißt, was dir eigentlich fehlt oder wenn du dir nicht sicher bist, ob eine Anwendung mit eben diesem Kraut bei dir Erfolg versprechen könnte, dann gibt es nur eins: Lass dich vom Arzt deiner Wahl kompetent beraten und untersuchen.
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| Mariendistel - Geschmack und Kulinarisches für die Küche: | Die Blütenköpfchen der Mariendistel kann man (bevor sich die Blüten öffnen) zubereiten und essen wie Artischocken oder zubereiten und essen wie Spinat.
Die Samen der Mariendistel schmecken etwas ölig und bitter.
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Mariendistel Saatgut » Silybum marianum
Lage: trocken und sonnig
Aussaat: März - Juli
Die heilkräftigen Pflanzenteile der Mariendistel sind die Früchte ohne Pappus (Haarkrone). Die Samen der Frucht gründlich an der Luft trocknen. Sie sind im August und im September reif. Hauptwirkstoff ist der Wirkstoffkomplex Silymarin (ein Gemisch von drei Flavonolignanen). Weitere Wirkstoffe sind Bitterstoffe, ein wenig ätherisches Öl und Harze.
Heilwirkung: Die Inhaltstoffe können die Leber schützen, aber auch gegen Gallenblasen- entzündungen, Stirnkopfschmerzen, Ischias, Muskelrheuma, Krampfadern und Unterschenkelgeschwüre setzt man die Mariendistel ein.
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 Hildegard von Bingen und ihre Erfahrungen mit der Pflanze Mariendistel: "Die Mariendistel hat Kälte in sich und ist sehr nützlich. Wenn aber jemand durch Stechen in seinem Herzen oder an einer anderen Stelle oder in einem seiner Glieder Schmerzen hat, nehme er Mariendistel und etwas weniger Orechten alben (Salbei) und mache sie in etwas Wasser zu Saft, und sogleich zu der Zeit, wenn er vom Stechen geplagt wird, trinke er so, und es wird ihm besser gehen."
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