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Meerrettich
Meerrettich zählt zur Pflanzen-Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae)
Botanischer Name für Meerrettich » Armoracia rusticana Botanische Synonyme: Armoracia laphathifolia · Cochlearia armoracia · Nasturtium armoracia
Hast du schon einmal frischen Meerrettich gerieben? Dann weißt du sicher, dass er nicht nur extrem scharf schmeckt, sondern auch kräftig in den Augen brennen kann.
Besonders häufig trifft man den Meerretich als Gewürz in den Küchen von Bayern und Österreich an. Dort gehört einfach zu vielen Speisen ein Klacks Meerettich dazu, wie z.B. zum Tafelspitz, zum Forelenfilet, zu Nürnberger Rostbratwürsten, Kassler, Roastbeef, Karpfen oder Lachs, etc. ...
Seit 1846 exportiert das bayerische Familienunternehmen Schamel, das sich im übrigen ganz stolz "Erste Bayerische Meerrettichfabrik" nennen darf, nun schon seine Meerrettichstangen in großen Holzfässern in alle Welt.

Die Idee, reibfrischen Meerrettich in kleinen Gläsern anzubieten, hatte Johann Jakob Schamel Anfang des 20. Jahrhunderts. Viele viele Hausfrauen waren ihm dafür sehr dankbar ... ersparte ihnen diese Idee doch das tränenreiche Reiben der beißend-scharfen Wurzel.
Im Jahre 1996 hatte die Schamel Meerrettich GmbH dann eine weitere sehr pfiffige Idee: Anlässlich ihres 150-jährigen Firmenjubiläums eröffnete das Unternehmen in Baiersdorf das "Schärfste Museum der Welt" ... und obwohl der Name recht anzüglich klingen mag, erfährst du dort alles über die scharfe Wurzel Meerrettich.
"Äußerlich hat man den Meerrettich vielfach gegen Sommersprossen und Leberflecken empfohlen. In Russland wird er vielfach gegen Bleichsucht und unterdrückten Monatsfluss angewendet. Viel häufiger noch ist die Anwendung des Meerrettich in diäthetischer Hinsicht als reizende Zuspeise zum Rindfleisch und Saucen."
(Dr. Wilibald Artus | 1876)
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| Andere volkstümliche Namen für Meerrettich | | Bauernsenf · Fleischkraut · Grä · Grien · Kren · Krien · Mährrettich · Meerrettig · Mirch · Pfefferwurzel · Rachenputzer · Waldrettich |
Wo Meerrettich wächst und gedeiht (Standort und Verbreitung): Die Heimat des Meerrettich vermutet man im Don-Wolga-Gebiet. Die Wurzel ist jedoch inzwischen fast weltweit kultiviert und eingebürgert worden. Hin und wieder findet man sie auch in verwildertet Form.
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 | Meerrettich blüht in den Monaten (Blütezeit): |
          
| Meerrettich-Tipps für den Gärtner |  Meerrettich zählt zu den ausdauernden Staudengewächsen.
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 Meerrettich - ACHTUNG beim Verzehr !!! Der scharfe Meerrettich kann Haut und Schleimhäute reizen. Bei äußerlicher Anwendung kommt es bei empfindlichen Menschen hin und wieder zu sonnenbrandähnlichen Hautrötungen. Bei innerlicher Anwendung kann es zu Reizungen von Magen, Darm oder Nieren kommen. Schwangere und stillende Mütter sollten daher besser auf den Verzehr von Meerrettich verzichten.
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| Meerrettich - Geschmack und Kulinarisches für die Küche: | Meerrettich hat einen scharfen, beißenden Geschmack.
Der Meerrettich wird geschält und dann roh gerieben. Er passt herovrragend zu gekochtem Rindfleisch, zu Fisch, Eiern, tomaten, Quark, Rumpsteaks oder Bauernwürsten.
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