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Mutterkorn
Mutterkorn zählt zur Pflanzen-Familie der Mutterkornpilze (Clavicipitaceae)
Botanischer Name für Mutterkorn » Secale cornutum
Das Mutterkorn ist ein Pilz, der bevorzugt auf den Ähren des Roggen wächst. Er kann jedoch auch andere Getreidearten befallen.
Die Inhaltsstoffe des Mutterkorn wirken anregend auf den Uterus, weshalb sie zur Einleitung der Geburt gegeben werden, aber auch zum Blutstillen nach der Geburt. Außerdem werden die Inhaltsstoffe des Mutterkorn zur Behandlung von Migräne eingesetzt.
Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts verwendeten nur die Hebammen das Mutterkorn. Erst seit dem 19. Jahrhundert wird es auch von Ärtzen eingesetzt.
Da das Mutterkorn sehr giftig ist und die Einnahmemenge über Leben und Tod entscheiden kann, werden die wirksamen Alkaloide des Mutterkorn heute synthetisch hergestellt, um eine genaue Dosierung zu gewährleisten.
Historischen Berichten zufolge kam es im Jahre 922 in Spanien und Frankreich zu einer Mutterkorn-Epidemie, welcher 40.000 Menschen
zum Opfer gefallen sein sollen. Bekannt geworden ist diese Massenvergiftung unter dem Namen "Sankt-Antonius-Feuer". Matthias Grünewald hat den Zustand der Leidenden auf dem Isenheimer Altar dargestellt.
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| Andere volkstümliche Namen für Mutterkorn | | Bockshorn · Hahnensporn · Hungerkorn · Krähenkorn · Tollkorn |
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