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Stechapfel
Stechapfel zählt zur Pflanzen-Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Botanischer Name für Stechapfel » Datura stramonium Botanische Synonyme: Datura bernhardii · Datura bertolonii · Datura lurida · Stramonium foetidum · Stramonium vulgatum

Der Stechapfel zählt zu den sogenannten Nachtschattengewächsen, da sich seine großen Blüten erst am Abend öffnen. Der betörende intensive süßliche Geruch der Stechapfelblüten zieht die Nachtfalter magisch an, die dann auch für die Bestäubung der Stechapfel-Blüten sorgen ...
Der Stechapfel und seine Verwandten tauchen aufgrund ihrer rauscherzeugenden und halluzinogen Wirkung häufig in mittelalterlichen Büchern als Bestandteil sogenannter Hexentränke, Hexensalben und Initiationsritualen auf.
Doch nicht nur in Verbindung mit Hexen und Zauberern findet man die zeremonielle Verwendung des Stechapfels. Auch bei den Indianervölkern in Nord- und Mittelamerika wurde die visionenerzeugende Kraft des Stechapfels eingesetzt. Die Hopis und Navajos schicken ihr Bewusstsein mit Hilfe des Stechapfels auf Reisen.
Die zahlreichen nierenförmigen schwarzen Samen der Stechäpfel sind allerdings hochgiftig und äußerst gefährlich in ihrer Anwendung. Eine geringe Überdosierung kann bereits tödliche Folgen haben oder zu tagelang anhaltenden Halluzinationen und Delirien führen! Von Experimenten mit dieser Droge wird daher dringend abgeraten.
Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde der Stechapfel-Samen in ganz kleinen Mengen in Zigaretten verarbeitet, die von Asthmakranken geraucht wurden, um deren Atemwege zu erweitern. Auch als Aphrodisiakum wurde die Wirkung des Stechapfels lange Zeit besonders unter Männern empfohlen, wenn auch nicht selten mit üblen Folgen, da bereits geringe Überdosierungen bei der Verwendung von Stechapfel-Zubereitungen tödlich enden können.
Der Stechapfel enthält eine besonders hohe Dosis des hochgefährlichen Giftstoffs Scopolamin. Böse Leute nutzen diesen Wirkstoff bereits seit Jahrhunderten, wenn nicht sogar seit Jahrtausenden, um wehrlose Reisende zu betäuben und sie anschließend auszurauben. Scopolamin ist zum Beispiel auch in den sogenannten K.O.-Tropfen enthalten, die üble Gesellen auch heute noch ihren ahnungslosen Opfern unbemerkt in deren Getränke mischen. Du solltest Dein Glas - besonders in größeren Menschenansammlungen - folglich immer gut im Auge behalten ...
Heutzutage werden die Wirkstoffe des Stechapfels in wohldosierter Form als entkrampfendes und auswurfförderndes Mittel bei Keuchhusten und Schmerzzuständen empfohlen. In der Psychatrie dient das Mittel als beruhigend und narkotisierend.
Die zerstampften und zerquetschten Blätter des Stechapfels können als Breiauflage bei Rheuma, Prellungen, Verbrennungen, schmerzenden Narben, Abschürfungen oder schlecht heilenden Wunden Linderung verschaffen. Ein aus Stechapfelblättern zubereiteter Tee kann ebenfalls schmerzlindernd wirken.
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| Andere volkstümliche Namen für Stechapfel | | Asthmakraut · Donnerkugel · Dornapfel · Dornkraut · Gewöhnlicher Stechapfel · Hexenkraut · Igelskolben · Krötenmelde · Rauapfel · Schlafkraut · Stachelnuss · Teufelsapfel · Tollkraut · Weißer Stechapfel · Zigeunerapfel |
Wo Stechapfel wächst und gedeiht (Standort und Verbreitung): Ursprünglich stammt der Stechapfel aus Nord- und Südamerika. Heute gedeiht er jedoch auch in Europa, Asien und Nordafrika.
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 | Stechapfel blüht in den Monaten (Blütezeit): |
          
Die Blätter und Blüten des Stechapfel werden im Sommer gesammelt. Die Samen hingegen beim Aufplatzen der Kapseln erst im Frühherbst.
 Stechapfel - ACHTUNG beim Verzehr !!! Der Stechapfel ist schon in geringer Dosierung giftig. Er unterliegt daher in den meisten Ländern gesetzlichen Bestimmungen und sollte nur unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden!
Bei Überdosierung ruft der Stechapfel tagelang anhaltende Delirien und Halluzinationen hervor. Auch aus diesem Grund ist vor eigenen Zubereitungen und unkontrollierter Anwendung dringend abzuraten.
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