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Gründonnerstagssuppe

Gründonnerstagssuppe Die Gründonnerstagssuppe kommt seit vielen Hunderten von Jahren - wie der Name bereits erraten lässt - traditionell am Gründonnerstag auf den Tisch. Sie entschlackt den Körper und bringt neue Kraft - also die ideale Suppe gegen Frühjahrsmüdigkeit.

Nach einer uralten Überlieferung sollen es neun verschiedene Kräuter mit einer vitalisierenden und entschlackenden Wirkung sein, die nach einem harten Winter im Suppentopf gekocht werden. Welche Kräuter hier ihren Einsatz finden, hängt jeweils davon ab, was die Natur gerade zu bieten hat.

Einen möglichen Ursprung für diesen Brauch findest du im angelsächsischen Neunkräutersegen des 10. Jahrhunderts. Die dazugehörige Kräuterbeschwörungs-Formel, optisch und akustisch, findest du mitsamt einer deutschen Übersetzung auf der Internetseite von Dr. Guillaume Schiltz: www.galdorcraeft.de

Nachfolgend findest du einen Rezeptvorschlag für die Zubereitung einer Gründonnerstagssuppe sowie ein paar Link-Tipps zu Internetseiten mit weiteren Zubereitungsvarianten für diese Suppe.


ZutatenZubereitung "Gründonnerstagssuppe"
1 Hand voll Schnittlauch
1 Hand voll Brennnessel
1 Hand voll Gänseblümchen
1 Hand voll Bärlauch
1 Hand voll Löwenzahn
1 Hand voll Gundelrebe
1 Hand voll Rauke
1 Hand voll Brunnenkresse
1 Hand voll Petersilie
2 Knollen Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
2 Esslöffel Butter
2 Teelöffel Weizenmehl
1 Liter Gemüsebrühe
125 ml Sahne, Schmand oder Créme fraiche
Salz
Pfeffer
Muskat
Zubereitung für 4 Personen

1. Kräuter gut waschen
2. Kräuter mit einem Küchentuch vorsichtig trocken tupfen
3. Bis auf die Gänseblümchen Kräuter in feine Streifen schneiden
4. Zwiebeln klein würfeln
5. Knoblauchzehen durch eine Knoblauchpresse drücken
6. Butter in einer Kasserolle erhitzen
7. Zwiebeln und Knoblauch in der Butter andünsten
8. Mehl darüber streuen und bei milder Hitze hell anschwitzen

VORSICHT:
Der Knoblauch darf nicht dunkel werden, da er sonst einen bitteren Geschmack bekommt!

9. Gemüsebrühe aufgießen
10. Kräuter (bis auf die Gänseblümchen) dazu geben
11. Vorsichtig umrühren
12. 20 Minuten bei schwacher Hitze zugedeckt garen lassen
13. Sahne, Schmand oder Créme fraiche unterrühren
14. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken

Erst kurz vor dem Servieren streust du die Gänseblümchen-Blüten auf die Suppe. Zur Suppe schmeckt frisches Landbrot. (z.B. Ciabatta)

Hinweis zu den Kräutern:
Statt der genannten 9 Kräuter kannst du auch zum Beispiel Vogelmiere, Spitzwegerich, Wiesenschaumkraut, Schafgarbe, Giersch, Heilziest, Sauerampfer, Sauerklee, Trippmadam, Taubnessel, Wegwarte, Bibernelle, Bachbunge, Schlüsselblume, Frauenmantel, Lauch, Kerbel oder Beifuß verwenden.

Guten Appetit :-)


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Link-Tipps zum Thema
» www.mittelalterlich-kochen.de (Kerstin Lück)
Neunstärke - Wildkräutersuppe auf alte Art
» Unkraut á la carte (Jean Pütz, Monika Kirschner, Markus Schall, Sabine Fricke)
Hobbythek Tipp Nr. 328




 
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