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Fastenbrechen und Aufbautage
Einer meiner Lieblingsdichter, George Bernard Shaw, hat zum Thema Fastenbrechen und Aufbauzeit einen absolut passenden Satz von sich gegeben ...

Jeder Dumme kann fasten,
aber nur ein Weiser
kann das Fasten richtig abbrechen.
(George Bernard Shaw)
Eigentlich ist das korrekte Fastenbrechen und die darauf folgende sorgfältig durchgeführte Aufbauzeit gar nicht schwierig, aber trotzdem tappen in dieser Phase leider sehr viele Leute direkt kräftig in die alte Futter-Falle. Da lockt plötzlich ein Fünf-Gänge-Menü oder eine dicke Tafel Schokolade ...
Ein frühzeitig ausgearteter Futter-Anfall wird jedoch mit ziemlicher Sicherheit jede Menge äußerst unangenehme körperliche und auch seelische Folgen haben! Magenkrämpfe, Koliken, Kreislaufzusammenbrüche, rapide Gewichtszunahmen, die zum fatalen Jo-Jo-Effekt führen und das elendige Gefühl, dass alles vergebens war. ALSO: Finger weg von den Verführern!
Deine Verdauungsorgane müssen sich nämlich nach dem Fasten erst ganz langsam wieder an ihre tägliche Arbeit gewöhnen, da der ganze Verein ja während deiner Fastenkur seinen Jahresurlaub genommen hat.
Länge der Aufbauzeit: Anzahl der Fastentage geteilt durch 3
Beispiel: 21 Fastentagen sollten mindestens 7 Aufbautage folgen
Kurzfaster sollten - unabhängig von dieser Formel - mindestens 2 bis 3 Aufbautage durchführen, um den Stoffwechsel nicht zu arg zu strapazieren. Für Langzeitfaster gilt, je länger die Aufbauzeit in die Länge gezogen wird, um so besser. Um so schonender kann sich der Stoffwechsel langsam wieder an seinen normalen Arbeitsalltag gewöhnen. Langzeitfaster sollten jedoch mindestens die Aufbautage durchführen, die sich aus der obengenannten Formel ergeben.
| Die wichtigsten Regeln für die Aufbautage | (... am besten hälst du diese Regeln auch im Alltag bei ...)
» nur kleine Portionen essen
» Jeden Happen gut zerkauen (bis sich nur noch Flüssiges im Mund befindet)
» Langsam essen (möglichst nach jedem Bissen Gabel weglegen)
» Bewusst das Essen genießen (keine Unterhaltung, kein Fernsehen, Kein Buch, etc. ...)
» aufhören mit dem Essen, wenn du satt bist
» Alle Zutaten sollten so frisch und natürlich wie möglich sein
» Keine schwerverdaulichen Speisen essen (Fleisch, Hartkäse, Frittiertes, etc.)
Als Schwerverdauliche Speisen kann man hier grob besonders fettige Gerichte nennen und Lebensmittel, die sich nicht im Mund flüssig kauen lassen. Eine magere, dünne Scheibe Putenbrust auf dem Knäckebrot ist durchaus in Ordnung in der Aufbauzeit, die lässt sich im Mund völlig zerkauen und stellt auch keine gigantische Fleischmenge für den Körper dar. Ein Steak oder ein Braten hingegen sollte zunächst einmal tabu sein, bis der Darm seine normale Tätigkeit wieder vollkommen aufgenommen hat. Dicke Stücke Fleisch lassen sich nämlich erstens nichts flüssig kauen und zweitens bedeutet eine große Portion Fleisch für den Organismus in den Aufbautagen Schwerstarbeit.
» kein Fastfood und keine Fertiggerichte
» möglichst wenig Salz einsetzen - besser gar kein Salz, sondern frische Kräuter
» möglichst sparsam mit Zucker umgehen, besser ganz vermeiden
» kein Alkohol / kein Kaffee / keine Zigaretten*
» weiterhin viel trinken
» von jetzt an keine Abführmittel mehr einsetzen
*Genussmittel wirken kurz nach dem Fasten extrem stark auf den Organismus und sollten daher tunlichst noch vermieden werden.
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Dein Darm kommt nach dem Fasten erst wieder richtig in Schwung, wenn er gut gefüllt ist. Abführmittel wie Glaubersalz oder Rizinusöl sind ab jetzt nicht mehr erlaubt. In der Regel "fluppt" es mit der Verdauung ganz von selbst so ab dem 2. oder 3. Aufbautag wieder ganz mühelos. Falls du jedoch nach wie vor Probleme mit einem regelmäßigen Stuhlgang haben solltest, versuche es einfach mit eingeweichten Backpflaumen zum Frühstück, mit 2 Teelöffeln Leinsamen zu jeder Mahlzeit, Müsli, Sauerkrautsaft, Buttermilch, ausreichend Bewegung und Gelassenheit.
Es kann auch sein, dass du dich in den ersten Tagen nach dem Fasten etwas schlapp fühlst, leicht müde wirst oder dein Kreislauf etwas am Boden hängt. Das hängt damit zusammen, dass dein Körper plötzlich wieder ungefähr ein Drittel seiner Kraft für die Verdauungsarbeit einsetzen muss und auch daran muss er sich halt erstmal wieder gewöhnen. In der Regel ist diese kleine Krise aber bereits ab dem 3. Aufbautag vorüber.
Vorschlag für die Aufbautage:
| | Morgens | Mittags | Abends | | Fastenbrechen | » 1 Apfel oder
» Apfelmus | » 1 Apfel oder
» Apfelmus | Kartoffelsuppe mit frischen Kräutern | | 1. Aufbautag | » 1 Glas Buttermilch
» 1 Knäckebrot
» mit Kräuterquark
» 1 Apfel | » gekochte Möhren
» Pellkartoffeln
» mit Kräuterquark
» 1 Apfel | » 1 Knäckebrot
» mit Kräuterquark
» 1 Naturjoghurt
» mit 1 TL Honig
» und 2 TL Leinsamen | | 2. Aufbautag | » 1 Glas Buttermilch
» 2 Knäckebrote
» mit Ziegenkäse
» 2 Pflaumen | » Lauch-Möhren
mit Honigdressing
» 1 Apfel | » 2 Knäckebrote
» mit Ziegenkäse
» 1 Naturjoghurt
» mit 1 TL Honig
» und 2 TL Leinsamen | | 3. Aufbautag | » 1 Glas Buttermilch
» Quarkmüsli
» 2 Knäckebrote
» mit Honig | » Pellkartoffeln
» mit Kräuterquark
» Salat
» und Möhrenraspel
» 1 Naturjoghurt
» mit 1 TL Sandorn
» und 2 TL Leinsamen | » 2 Knäckebrote
» mit Hüttenkäse
» 1 Apfel | | 4. Aufbautag | » 1 Tasse Malzkaffee
» Bircher Müsli
» frische Ananas | » Rohkostsalat
» mit 1 EL Nüssen
» (gehackt)
» Budwigcreme
» Dinkelcrêpes mit
Gemüsefüllung | » 2 Knäckebrote
» mit Putenbrust
» frische Ananas | | 5. Aufbautag | » 1 Glas Buttermilch
» Dinkelbrot
» mit Ziegenkäse
» 1 Naturjoghurt
» mit 1 TL Honig
» und 2 TL Leinsamen | » Rohkostsalat
» mit Budwigcreme
» Champignon-Gemüsetörtchen
» Scheibe Ananas | » Dinkelbrot
» mit Putenbrust
» 1 Apfel |
| Weitere Rezeptideen für Hauptmahlzeiten in der Aufbauzeit | Je weiter du die Aufbauphase ausdehnst, desto eher entgehst du dem Risiko des Jo-Jo-Effektes. Außerdem setzt du dich auf diese Weise wirklich intensiv mit deiner Ernährung auseinander, entdeckst vielleicht neue kulinarische Genüsse und Freude in der Küche.
Um deine Phantasie ein wenig anzuregen, nachfolgend noch einige köstliche gesunde Rezeptideen:
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Richtig essen nach dem Fasten » Die praktische Anleitung für einen gesunden Neuanfang
von Dr. med. Hellmut Lützner / Helmut Million
Der GU-Verlag zu diesem Buch:
Das Fastenbrechen ist für den Erfolg einer Fastenkur genau so wichtig wie das Fasten selbst.
Fasten reinigt den Körper und vermittelt ein neues Gefühl von Leistungsfähigkeit und seelischer Stärke. Dieser Ratgeber zeigt, wie man das neu gewonnene, positive Wohlbefinden in der Nachfastenzeit bewahren und das reduzierte Gewicht halten kann. Er hilft bei der Umstellung von Fasten auf Essen, bietet zahlreiche einfache Rezeptideen und leitet an, falsche Ernährungsgewohnheiten zu ändern. Der erfolgreiche GU Ratgeber bietet seit 20 Jahren eine verlässliche und exakte Anleitung für die Nachfastenzeit. Im GU-Folder finden sich zahlreiche Vorschläge zur Vollwerternährung und der Fahrplan durch die ersten Aufbautage.
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Fit nach dem Fasten » Nach dem Fasten: Wohlbefinden ja - Jojo-Effekt nein
von Dr. med. Christine Schmidt
Der blv-Verlag zu diesem Buch:
Wer fasten will, braucht Entschlusskraft, Willensstärke und Durchhaltevermögen - nicht nur für die Zeit des Verzichts. Denn wenn das intensive Lebensgefühl anhalten soll, müssen sich gerade nach dem Fastenende die Lebensgewohnheiten ändern.
Hier setzt das Buch Fit nach dem Fasten (BLV Buchverlag) an, das die Allgemeinmedizinerin Christine Schmidt geschrieben hat. Denn wer über mehrere Tage hinweg mit Fasten seinen Körper entschlackt hat, ihm so viel Gutes getan hat, sollte mit der Rückkehr in den Alltag frühere, schädliche Verhaltensmuster ändern - sei es seine Ess- und Bewegungsgewohnheiten wie im allgemeinen Bewusstsein. Damit die frisch gewonnenen körperlichen und geistigen Kräfte nicht wieder erlahmen, rät Schmidt, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, die eigenen Bedürfnisse auch in Stresssituationen im Blick zu behalten.
In der Ernährung helfen Frischkost essen nach dem Ampel-Prinzip, Reistage oder das Aktivieren körpereigener Schlankmacher genussvoll gesund zu bleiben. Schmidt verweist nicht nur auf häufige Ernährungsfehler, vielmehr helfen ihre leckeren, mediterranen und asiatischen Kochrezepte, dass einem Fastfood nicht mehr schmeckt.
Eine wichtige Unterstützung, die Leichtigkeit nach dem Fasten zu erhalten, leistet der Sport: Wer regelmäßig aktiv ist, lebt sinnlicher, lustvoller und natürlich gesünder. Eine Liste nennt daher die besten Sportarten für Körper und Geist, es gibt Tipps für Bewegungsmuffel sowie ein Plädoyer für Trail Running und die Strategie, die Laufen zum Reflex werden lässt.
Mit so vielen motivierenden Informationen durch Fit nach dem Fasten ausgestattet, dürfte es jedem gelingen, sein Wohlbefinden nach der Entschlackungszeit zu bewahren und einen Jojo-Effekt zu vermeiden.
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