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Hunger und Fasten

Das Gefühl von Hunger entsteht nicht im Magen, sondern in deinem Kopf!

Hunger und FastenVerantwortlich für das Hunger-Gefühl ist eine in etwa golfballgroße Kugel in deinem Gehirn, die den Namen Hypothalamus trägt. Und diese Kugel ist im übrigen nicht nur für das Gefühl "Hunger" zuständig, sondern auch für das Gefühl "satt".

Der Auslöser für einen knurrenden Magen ist (zumindest in unserer Zivilisation) nur ganz selten ein wirklicher Mangel an Nahrung, sondern viel häufiger ein gestörtes Appetit-Verhalten. Man ißt eben um die Mittagszeit und man lässt halt nichts auf dem Teller liegen und es riecht nunmal so gut. Mit wirklichem Nahrungsbedarf hat das Hunger-Gefühl bei uns in der Regel leider nicht mehr viel zu tun.

Ein gesunder Mensch kann normalerweise ohne Probleme eine ganze Weile seinen Energiebedarf aus den eigenen zahlreichen im Körper verteilten Depots saugen, ohne dass eine weitere Zufuhr von Nahrung notwendig wird. Und das schöne dabei ist, dass die Gesundheit, die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden während der Fasten-Zeit in keinster Weise beeinträchtigt werden.


Jeder Mensch kann auf zwei verschiedene Energie-Programme zugreifen:

» Energieprogramm Nr. 1 = Bedarfsdeckung durch äußere Nahrungszufuhr
» Energieprogramm Nr. 2 = Bedarfsdeckung aus eigenen Depots


Zwischen diesen beiden Programmen schaltet dein Körper jeden Tag lustig hin und her. Tagsüber arbeitet er im Energieprogramm Nr. 1, nachts schaltet er automatisch um ins Energieprogramm Nr. 2.

Während einer Fastenkur wiederum arbeitet dein Körper nach kurzer Zeit einfach komplett im Energieprogramm Nr. 2 (Ernährung von innen). Und nach dieser Umschaltung ist es deinem Körper völlig wurscht, ob er nun von Schweinefett lebt oder von deinem eigenen Fett.

Bei Fasten-Anfängern dauert es ein wenig länger bis diese Umschaltung erfolgt ist, so dass bis zum 3. oder 4. Fasten-Tag Hunger-Gefühle auftauchen können. "Alte Hasen" auf dem Gebiet des Fastens können wiederum häufig direkt vom ersten Tag an ohne einen knurrenden Magen vergnügt durch die Gegend hopsen. Fasten lernt man wirklich sehr schnell.

Sehr interessant finde ich in diesem Zusammenhang die Geschichte der Hunzas, einem kleinen Bergvolk, das im Hochtal des Himalaya-Gebirges lebt:

Die Hunzas und das Fasten
Bis vor wenigen Jahrzehnten waren die Hunzas mehr oder weniger hermetisch von der Außenwelt abgeschlossen. Die Felder der Hunzas brachten nicht das ganze Jahr über genügend Nahrung hervor, so dass die Hunzas jedes Jahr gezwungen waren, oft mehrere Wochen im Frühjahr zu fasten bis im Juni endlich die Gerste reif wurde. Während dieser von der Natur erzwungen Fasten-Zeit bearbeiteten die Hunzas ihre Felder oder erneuerten ihre durch Lawinen zerstörten Bewässerungsgräben. Und trotz dieser harten Arbeit blieben die Hunzas während dieser Zeit fröhlich, zufrieden und gesund. Die Hunzas kamen gänzlich ohne Ärzte und Polizei aus.

Die Hunzas und das FastenNun ist dieses Tal im Himalaya seit vielen Jahren zugänglich geworden. Zucker, Weißmehl und Konserven stehen nun auch den Hunzas zur Verfügung. Das Volk braucht nicht mehr zu fasten. Seitdem gibt es auch bei den Hunzas die typischen Zivilisationskrankheiten: Übergewicht, Erkältungen, Diabetes, Zahnfäule, Blinddarmentzündungen, Gallenleiden, etc. ... und auch Streit und Kriminalität haben sich seither breit gemacht. Die Hunzas brauchen jetzt nicht nur Ärzte, sondern auch die Polizei.





Anti-Hunger-Tipp Nr. 1 : Ein leerer Darm

Kaum zu glauben, aber wahr ... der Hunger verschwindet, sobald dein Darm leer ist! Phänomenal - oder etwa nicht? Du solltest also unbedingt bereits am ersten Tag deiner Fastenkur dafür sorgen, dass es mit der Darmentleerung so richtig gut klappt, denn dann hast du schon die halbe Miete gewonnen!

Natürlich ist es auch während der gesamten Fastenzeit weiterhin extrem wichtig, spätestens alle 2 Tage für eine Darmentleerung zu sorgen, da die nicht wasserlöslichen Schlackenstoffe, die durch die Leber und die Galle in den Magen gelangen, regelmässig entsorgt werden müssen. Da der Darm sich jedoch während des Fastens so gut wie nicht bewegt, musst du halt irgendwie nachhelfen » siehe Infos zum Thema Darmentleerung ...


Anti-Hunger-Tipp Nr. 2 : Kaumuskeln stillhalten

Du solltest es tunlichst vermeiden während des Fastens auf irgendetwas herumzukauen - egal ob es sich dabei um zuckerfreie Kaugummis, zuckerfreie Bonbons oder zuckerfreie Bleistifte handelt !!!

Knurrender Magen Durch die Kaubewegung sendest du nämlich Signale an deinen Hypothalamus (dein Golfball oben im Gehirn) und der wiederum schickt eine Nachricht an deinen Magen, die da lautet "Achtung mein Guter, Futter naht". Daraufhin schmeisst der Gute (dein Magen) seine Motoren an und geht in Startposition, um das Futter zu verarbeiten.
Beim Kaugummi-Kauen wird er nach einer Weile jedoch feststellen, dass da nicht wirklich Futter kommt und dann wird er grumpfig, weil er sich veräppelt fühlt und fängt an zu knurren. Durch das Knurren bekommt dann dein Gehirn die Nachricht: "Bitte Futter nachladen". Und dann ist er da ... der kleine Hunger ...

Mach' dir also unbedingt klar, dass jeder kleine Bissen - egal was - das Fasten gefährdet, denn er macht Hunger auf mehr. Wenn du deine Magensäfte lockst, dann brauchst du dich nicht zu wundern, wenn dein Magen nach Verdaubarem verlangt. Konsequentes Nichtessen ist wirklich leichter! Lass dir das von erfahrenen Fastern gesagt sein :-)


Anti-Hunger-Tipp Nr. 3 : Fernhalten vom Essen

Fernhalten vom EssenWie bereits weiter oben erwähnt, entsteht der Hunger nur selten durch Nahrungsmangel, sondern viel häufiger durch Appetit und Gewohnheit. Gerade in den ersten 2 - 3 Tagen der Fastenkur ist es daher durchaus sinnvoll, wenn du dich von Restaurants, Kantinen, Bäckereien, essenden Mitmenschen und Kühlschränken fernhälst - besonders wenn du zum ersten Mal fasten möchtest.

Sobald dein Körper erfolgreich ins Energieprogramm Nr. 2 (Ernährung von innen) geschaltet hat, wird es dir nichts mehr ausmachen, anderen Leute beim Essen zuzuschauen und dir selbst nur ein Glas heiße Zitrone oder Pfefferminztee zu bestellen ... dann ist es vorbei mit dem Magenknurren ...


Anti-Hunger-Tipp Nr. 4: Viel Trinken

Wer nicht trinkt, hat schon verloren! Flüssigkeitsmangel lässt nämlich den Zuckerstoffwechsel entgleisen und das kann dann zu derben Fehlinterpretationen im Hirn in Sachen Hunger führen. Viel Trinken beim Fasten

Ideal ist es, wenn du spätestens jede Stunde ein großes Glas Wasser oder Tee trinkst oder sobald sich auch nur das kleinste Fitzelchen von Hunger bemerkbar machen sollte ... Auf gar keinen Fall darfst du warten bis du Durst bekommst ... denn Durst heißt: Notsituation. Dein Körper schraubt dann den Stoffwechsel runter und Studien belegen: Wer zu wenig trinkt, nimmt im Jahr 1 kg zu!

Natürlich ist es immer wichtig, ausreichend viel zu trinken - nicht nur während einer Fastenkur! Schließlich bestehen wir zu 60 - 80 % aus Wasser ... und da sollte schon regelmässig etwas Frisches eingefüllt werden, sonst wird's ganz schön sumpfig in unserem Inneren ...

Unbedingt auf Süßstoff verzichten !!!
Hände weg vom Süßstoff! Süßstoff wird erfolgreich in der Schweinemast eingesetzt, damit die Schweinchen auch schön viel futtern! ... heißt ... Süßstoff fördert das Hungergefühl !! Wenn du deinen Fasten-Tee so gar nicht ohne Süßen trinken magst, dann nimm' lieber ein kleines Löffelchen Honig, das ist völlig OK und unterstützt den Entgiftungsprozess sogar noch zusätzlich.


Anti-Hunger-Tipp Nr. 5: Die richtige Einstellung zum Fasten

Fasten heißt nicht Hungern. Fasten bedeutet, dass du freiwillig für einen begrenzten Zeitraum auf feste Nahrung verzichten möchtest. Egal welchen Grund du für das Fasten haben magst ... mach' dir unbedingt klar, WARUM du fasten möchtest und wie wichtig dein Beweggrund für diesen Schritt ist. Ist er dir wirklich wichtiger als feste Nahrung, Alkohol oder Zigaretten?

Sobald du nur unter Zwang an das Fasten herangehst und dir womöglich die innere Überzeugung für diesen Weg fehlt, dürfte es dir sehr schwer fallen, deine Gedanken vom Essen fernzuhalten und die wirklichen Freuden des Fastens zu genießen. Möglicherweise solltest du dich dann erst noch intensiver mit dem Thema Fasten auseinander setzen. Buch-Tipps zum Thema "Fasten" findet du auf meiner Seite » siehe Buch-Tipps ...




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» Wie neugeboren durch Fasten
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» Bewusst fasten
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