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Welche Saftsorten darf ich beim Fasten trinken und wieviel?
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Die Säfte, die du während des Fastens trinken darfst und solltest, sind nicht etwa dazu gedacht, dir das Leben zu versüßen und die Fastenkur abwechslungsreicher zu gestalten ... nein nein. In erster Linie dienen die Säfte der Stabilisierung deines Blutzuckerspiegels sowie zum Ausgleich des Säure-Basen-Haushaltes in deinem Körper.
In den ersten 1-3 Fastentagen kann es nämlich geschehen, dass dein Blutzuckerspiegel ein bißchen weit absackt - besonders wenn du obendrein extrem viel Sport treibst. Meist pendelt sich dies nach besagten Anfangstagen von selbst wieder ein. Du kannst diesen Blutzuckerspiegelsturz jedoch durch ein tägliches Glaserl Saft direkt von vorneherein vermeiden.
Ein zu weit abgefallener Blutzuckerspiegel (Unterzucker) kann sich durch Herzrasen, Schwindelanfälle, Schweißausbrüche, Schüttelfrost, Müdigkeit, Muskelschwäche (weiche Knie), Blässe, Heißhungerattacken, Übelkeit, Innere Unruhe, Verwirrtheit, Albträume, Verständnisschwierigkeiten, Konzentrationsmangel, Sehstörungen oder Sprachstörungen bemerkbar machen. Ein Löffelchen Honig ...
im Tee kann deinen in den Keller geplumpsten Blutzuckerspiegel ebenfalls wieder hochpuschen, falls gerade kein Saft zur Verfügung steht.
Da jedoch Honig zu 80% aus Zucker besteht, solltest du natürlich die Löffel nicht zu voll häufen und auch nicht unbedingt eine Suppenkelle zum Abmessen nehmen ;-) Und du solltest den Honig auch nach Möglichkeit nicht pur schlecken, da er sonst zu schnell in den Blutkreislauf gelangt und der Blutzuckerspiegel dann zu rasant hochklettert und auch ebenso schnell wieder rasant abrutscht ... verflüssigt im Tee kommt das Ganze irgendwie besser!
| Wenn es ganz schlimm wird und man überhaupt nicht auf die ersten Warnsignale hören will, sind sogar Lähmungen, Krampfanfälle oder Bewusstlosigkeit möglich.
Neben dieser Butzuckerspiegel-Geschichte kann es außerdem in den ersten 1-3 Tagen zu einem verstärkten Säureüberflutung kommen, die eine Art "Katergefühl" hervorrufen kann: Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, etc. ...
Hauptsächlich geschieht dies bei Personen, die auch schon vor dem Fasten viel zu sauer sind und bei Personen, die viel zu wenig trinken und die der Darmentleerung zu wenig Aufmerksamkeit schenken oder die in den ersten 1-3 Tagen bereits zu extrem herumsporteln.
Produziert wird ein solcher Überschuss an Säuren im Vorfeld, wenn du ständig große Mengen der folgenden Lebensmittel zu dir nimmst:- Leere Kohlenhydrate (Zucker, Süßigkeiten, Limonaden, Fertiggerichte, etc. ...)
- Kohlensäurehaltige Getränke
- Tierisches Fett und Eiweiß (Fleisch und Fisch)
- Raffinierte Fette (Industriell hergestellte Margarine und Öle)
- Käse (speziell Hartkäse)
- Getreideprodukte (Mehl, Nudeln, Brot und Reis)
- Zusatzstoffe (Konservierungsmittel, Geschmacksversträker, Aromen)
- Erdnüsse, Walnüsse
- Alkohol, Nikotin, Kaffee, Schwarzer Tee (kurz gezogen)
- Medikamente (dazu zählt auch die Anti-Baby-Pille)
... sowie im Verhältnis dazu viel zu niedrige Mengen an basischen Lebensmitteln. (Ballaststoffe in Form von Obst, Gemüse, Kräuter, Frischmilch, ausreichend Wasser, etc. ...)
Ein ständig übersäuerter Organismus kann zu vielen unangenehmen Krankheiten führen: Gicht, Gallensteine, Nierensteine, Rheuma, Gefäßverkalkungen, Zahnschäden, Krampfadern, Osteoporose, Herz- und Kreislaufprobleme, Chronische Verstopfung, Schlafprobleme, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit, Diabetes, Pilzbefall, Chronische Hautleiden, Migräne, Krebs, Allergien, Bindegewebserkrankungen, Neurodermitis, Magen- und Darmgeschwüre, Schmerzsyndrome und noch vieles mehr ...
Dauerhaft ist es also wichtig für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt zu sorgen, damit all diese bösen Krankheiten nicht auftauchen.
| Saft-Trink-Regel 1 » | « Ausschließlich natürliche Säfte trinken
Am besten ist es, wenn du dir deine Säfte selbst aus frischem Obst herstellst. Es dauert ungefähr 2 Minuten, dir täglich 1-2 Orangen oder 1 Grapefruit mit Hilfe der guten alten von Hand betriebenen Zitruspresse auszupressen. Das ist wahrhaftig kein Aufwand und bringt gleichzeitig noch ein bißchen Mukkis in die Oberarme! Hier würde ich Günter (deinem inneren faulen Schweinehund) keine Chance lassen.
Da ich ganz gerne etwas mehr Abwechslung in meine Saftsorten bringe, habe ich mir irgendwann den hübschen Entsafter angeschafft, den du ganz oben hier auf dieser Seite sehen kannst. Für mich hat sich diese Investition wahrlich gelohnt und obendrein ist dieser Entsafter ein hübscher Blickfang in der Küche - nichts was man schnell wieder im Schrank verstecken will ;-) ... und damit hat man dann auch schwuppdiwupp mal ein paar Äpfel, Birnen oder Trauben entsaftet.
Besonders geeignet sind während des Fastens die eher saftigen Früchte wie Orangen, Grapefruits, Zitronen, Trauben, Äpfel, Birnen, Kirschen, Melonen, Ananas, Heidelbeeren ... je nach Geschmack und Verträglichkeit ..
Wenn du jedoch deine Faulheit so gar nicht überwinden kannst und unbedingt fertige Säfte kaufen willst, dann achte bitte darauf, dass es sich um 100%igen Fruchtsaft handelt! (keine Konzentrate, kein zusätzlicher Zucker, kein Aroma, keine Konservierungsstoffe, etc. ...)
| | Saft-Trink-Regel 2 » | « Saft nur in Maßen und nicht in Massen genießen
Bei den gängigen Heilfasten-Methoden nach Buchinger oder Lützner wird eine tägliche Saftzufuhr von 250 ml empfohlen. Häufig als Alternative zu der Gemüsebrühe. Du kannst jedoch auch beides (Saft und Gemüsebrühe) in deinen Fastenspeiseplan einbauen, zum Beispiel den Saft zum Mittagessen, die Brühe zum Abendessen. Wer partout gar keine frische Gemüsebrühe
(die im übrigen auch der Bildung von Basen dient) zubereiten und trinken möchte und auch keinen Gemüsesaft als Alternative trinken mag, der kann dann auch stattdessen mittags und abends Saft trinken, aber es sollte im Prinzip bei max. 400 - 500 ml Saft am Tag bleiben.
| | Saft-Trink-Regel 3 » | « Säfte nie in einem Rutsch in die Kehle laufen lassen
Das einzige, was du bei großem Durst mal in großen Schlücken 1-2-3 austrinken darfst, ist Stilles Wasser. Alles Andere, egal ob flüssige oder feste Nahrung muss bereits im Mund gut gekaut und eingespeichelt werden. Hier findet nämlich mit Hilfe der Enzyme des Speichels bereits der erste Prozess zu einer ordentlichen Verstoffwechslung und Verdauung statt.
Folglich solltest du den Saft nur in winzig kleinen Schlücken trinken und dann auch nicht sofort runterschlucken, sondern auch diese Saftschlückchen gehören im Mund genau so eingespeichelt wie ein Stück Orange, auf dem du erst herumbeißen würdest.
Damit die Nährstoffe aus dem Saft nicht zu schnell in den Organismus gelangen, wird daher auch vielfach empfohlen, den Saft nie pur zu trinken, sondern ihn mit Wasser zu vermischen. Ideal ist hier ein Mischungsverhältnis von 1:3 (1 Teil Saft, 3 Teile Wasser).
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